Advanced Product Qualtiy Planning (APQP)
Die QPMTEC Management Consulting & Engineering ist seit vielen Jahren im Produktentstehungsprozess für namenhafte Unternehmen aus der Automobil.-Luftfahrtindustrie tätig. Durch die langejährige Erfahrung aus der Qualitätsvorausplanung (APQP), Neuserienanläufe, Prozessabnahmen und dem Fehler-management, kennen wir sehr genau Ihre Anforderungen und die Ihrer Kunden. Wir machen Sie fit für ein robustes Produktdesigns und einen robusten Serienprozesse. Durch eine Reifegradplanung und eine Reifegradsteuerung, erreichen Sie Transparents und Nachhaltigkeit im Produktentstehungsprozess (PEP).
Projektplanung für Fortgeschrittene in Automotive-Projekten.
Je komplexer das Projekt, umso wichtiger die Projektplanungsphase; daher interessieren sich inzwischen auch viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für das Advanced Product Quality Planning (APQP). Allerdings wird das mächtige, aber aufwendige Instrument oft auf FMEA und Control-Plan beschränkt. Wie APQP in Ganzen für Ihr Unternehmen nutzbar gemacht werden kann, dafür hat die QPMTEC Management Consulting & Engineering eigene APQP-Tools und Leitfäden entwickelt.
APQP ist eines der mächtigsten, wirkungsvollsten, aber auch komplexesten Verfahren zur Qualitätsplanung
(siehe Infokasten). Durch die treibende Kraft der Automobilindustrie ist APQP zu einer der wichtigsten Forderungen an QM-Systeme herangewachsen. Diese Forderung ist aber längst nicht mehr nur im Automobilsektor verbreitet, auch andere Branchen wie die Luftfahrt.-Verteidigungsindustrie verankern APQP in ihren Abläufen. In der Vergangenheit ist es Usus geworden, dass der Kunde das APQP-Verfahren fordert, ohne die Konsequenzen, vor allem für KMU, zu berücksichtigen. Dadurch wird es immer wichtiger, dass KMU befähigt werden, ein zielführendes APQP durchzuführen.
Probleme bei der Umsetzung
Die Vielzahl an geforderten, zum Teil sehr komplexen Werkzeugen führt zu verschiedenen Problemen in der Umsetzung von APQP und erschwert diese dadurch besonders für KMU. In einem Forschungsprojekt
wurden eine Reihe von Problemstellungen identifiziert und Lösungsansätze erarbeitet.
1.Falsches Verständnis für APQP (Reifegradplanung)
Das Problem:
APQP wird häufig vereinfacht durch acht Kernelemente beschrieben:
Control-Plan für Prototyp, Vorserie und Serie, Produkt-FMEA, Prozess-FMEA, Arbeitsanweisungen, Prozessdiagramm und Verifizierung. Dies erklärt möglicherweise, dass besonders außerhalb des Automobilbereichs häufig die Meinung besteht:
„APQP = FMEA + Control-Plan“.
Unsere Lösung:
Dieses falsche Verständnis kann nicht schnell beseitigt werden. Hierfür sind umfassende Kenntnisse der Regelwerke, VDA-Band 4.3 und Referenzhandbuch nötig. Hier unterstützen wir Sie mit Inhouse-Schulungen inkl. Schulungsunterlagen.
2. Rahmenbedingungen
Das Problem:
Die Rahmenbedingungen (Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Ressourcen), welche APQP benötigt, sind oft nur mangelhaft ausgeprägt.
Unsere Lösung:
Damit das APQP-Verfahren zielführend im Unternehmen eingesetzt und seine volle Wirkung entfalten kann, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Diese dürfen in ihrer Bedeutung nicht unterschätzt werden – folgende Rahmenbedingungen sind besonders entscheidend für den Erfolg. Hier setzt unsere Dienstleistung zielgerichtet mit folgenden Schwerpunkten ein:
- Die notwendige Ressourcen bereitstellen,
- Kompetenzträger identifizieren (Methoden-Kompetenzen) und in aufgabenbereichs- und disziplinübergreifenden Teams organisieren,
- Bereitstellung eines erfahrenden und zertifizierten Projektmanagements aus der Automotive.-Luftfahrtindustrie.
- Durchführung einer konsequenten Dokumentation und Bewertung von Informationen/Ergebnissen soll/ist Status durch nachhaltige KPIs in der frühen Entwicklungsphase.
- Implementierung eines nachhaltigen APQP-TOOL in ihren Produktentstehungsprozess (PEP) und in ihre Prozesslandschaft. Hier setzen wir TOOLs ein, die sich schon in vielen Projekten bewährt haben und auf dem neuesten Stand befinden.
- Reifegradplanung – Reifegradsteuerung – Reifegradcontrolling in Echtzeit sind sichergestellt.
3. Komplexität/Projektmanagement
Das Problem:
APQP erfährt durch die einhergehende Methodenvielfalt eine sehr hohe Komplexität. Bereits die Anwendung einzelner Methoden, wie beispielsweise die statistische Prozessregelung im APQP, kann für KMU eine schwer überwindbare Hürde darstellen. Außerdem ist ein zielführendes Projektmanagement allein schon schwer, ein Projektmanagement unter Qualitätsaspekten ist noch viel schwerer.
Unsere Lösung:
Mit einem checklistenbasierten Vorgehen kann sowohl die Komplexität beherrscht als auch das Projektmanagement verbessert werden. Angewandt werden mehrere Checklisten, die sich in ihrer
Detaillierung vom gesamten APQP-Verfahren bis hin zum einzelnen APQP-Schritt erstrecken.
- Das übergeordnete APQP-Planungstool stellt den APQP-Plan dar. Dieser dient als Überblick über das gesamte APQP-Verfahren und vereint APQP mit Projektplan, QM-Plan und Status-Report. Kernbereiche sind dabei die APQP-Elemente, zugehörige Checklisten, Informationen zu Terminen (Datum, Gantt-Darstellung), „Feedback Assessment and Corrective Action“, Verantwortlichkeiten und Angaben zu den erforderlichen Ressourcen für die einzelnen Schritte. Dadurch entsteht ein Dokument, welches die wichtigsten Informationen für das Projekt enthält und in seiner kompakten Form gut weiterverwendet werden kann.
- Für die Durchführung der einzelnen APQP-Schritte wurden von uns eigene Checklisten entwickelt. Durch die Verwendung mehrerer Checklisten wird dem Prozess die Komplexität genommen, da kleine, überschaubare terminierte Aufgaben durchgeführt werden. Durch den APQP-Plan werden sie zum APQP-Reifegradstatus zusammengeführt.
4. Pläne
Das Problem:
Schwer nachvollziehbare Abgrenzung der zu erstellende Pläne im APQP. Es gibt unterschiedliche Aussagen zu Benennung und Übereinstimmung der Pläne (QM-Plan, Control-Plan, Produktionslenkungsplan,
Prüfablaufplan usw.).
Unsere Lösung: Die einzelnen Pläne zur Umsetzung und Dokumentation von APQP müssen klar voneinander getrennt werden, damit keine inkonsistenten Informationen entstehen. Wichtig in dieser Unterscheidung ist, dass der QM-Plan die Anwendung des QM-Systems (in dem sich die Forderungen etwa gemäß ISO 9001 oder IATF 16949 spiegeln) auf das Projekt darstellt, während der Control-Plan die qualitätssichernden Maßnahmen in der Q-Lenkung des QM-Plans herausstellt.
5. Lessons Learned
Das Problem:
Falsche Anwendung (kurze Diskussion im Abschlussmeeting) oder sogar fehlende Durchführung der Phase „Lessons Learned“ bzw. „Feedback Assessment and Corrective Action“ im APQP.
Lösung: Wird diese Phase nicht intensiv betrieben, beginnt APQP immer wieder von vorn, da bereits bekannte Informationen nur schwer transportiert werden können. Jeder Schritt des APQP muss direkt nach Beendigung bewertet werden, wobei folgende Fragen gestellt werden können:
- Warum war der Schritt erfolgreich bzw. nicht erfolgreich?
- Warum gab es Abweichungen zum geplanten Schritt?
- Wie können aufgetretene Abweichungen in Zukunft vermieden werden?
Durch die Beantwortung der Fragen ist es möglich, gezielte Informationen für nachfolgende Entwicklungsprojekte bereitzustellen. Ein weiteres, sehr einfaches Hilfsmittel zur Bewertung kann die Vergabe von Noten (1–6) sein. Dadurch wird es vereinfacht, Abweichungen vom geplanten Soll-Prozess zu thematisieren und Maßnahmen festzulegen. Außerdem wird der PDCA-Gedanke im APQP deutlich.
Kundenforderungen / Einführungsstrategie Probleme: Kunden verlangen ein umfangreiches APQP, ohne die Konsequenzen für den Lieferanten abzuschätzen. Dadurch werden KMU oft mit nicht notwendigen,
teilweise für das Produkt zu hohen Anforderungen konfrontiert. Erschwerend kommt hinzu, dass weitere Inhalte im APQP verpackt werden, was es für KMU noch schwieriger macht, einen eigenen,
einheitlichen Standard im Unternehmen zu etablieren. Dies wird zum Beispiel durch die Variantenvielfalt des APQP-Status-Reports sowie der Qualitätssicherungsvereinbarungen deutlich. Außerdem gibt es keine definierte Einführungsstrategie von APQP in KMU. Dies ist aber besonders wichtig, da APQP nicht ad hoc umgesetzt werden kann.
Unser Lösung:
APQP sofort komplett umzusetzen, ist nicht zielführend. Um eine schrittweise Einführung von APQP zu
ermöglichen, wurden im Projekt die APQP-Schritte bewertet. Das Ergebnis ist eine Level-Struktur mit drei Umsetzungsstufen.
Gegenüberstellung Level-Struktur und Fertigungsmenge
- Das „low-level“ stellt den Einstieg in APQP dar mit der Planung der wichtigsten Schritte der Prävention bei sogenannten Setzteilen.
- Das „mid-level“ beinhaltet neben den Kernelementen auch die Planung von Elementen des Projektmanagements.
- Das „high-level“ stellt die Komplettumsetzung des APQP dar und berücksichtigt damit auch die Planung der Anwendung statistischer Methoden.
Aus der Level-Struktur kann durch Gegenüberstellung mit der Fertigungsmenge abgeleitet werden, welche APQP-Elemente für die einzelnen Fertigungsmengen zwingend erforderlich sind und welche eher als weiterführende Elemente angesehen werden können (Bild 4). Des Weiteren kann abgeleitet werden, welche APQP-Inhalte durch Kunden der unterschiedlichen Branchen gefordert werden sollten und welche nicht zwingend erforderlich sind.
Die Auswahl macht‘s
Grundsätzlich ist APQP für KMU unterschiedlicher Branchen umsetzbar und nutzbringend, aber es sollte nicht immer das Ziel bzw. die Forderung nach vollständiger Umsetzung im Vordergrund stehen. Die Implementierung muss – wie an der Level-Struktur gezeigt wird – Schritt für Schritt durchgeführt werden.
Eine Implementierung sämtlicher Schritte des APQP ist für viele Branchen nicht empfehlenswert, da die unterschiedlichen Fertigungsmengen nicht alle APQP-Schritte gleichermaßen zulassen. Des Weiteren muss die Forderung nach einem vollständigen APQP überdacht werden, um einen nutzbringenden Umsetzungsgrad der Forderungen aus APQP sicherstellen zu können und somit viele KMU nicht zu überfordern.
Qualitätsvorausplanung nach APQP und VDA 4.3
Advanced Product Quality Planning (APQP) wird häufig übersetzt mit den deutschen Begriffen Qualitäts-vorausplanung oder Produktqualitätsvorausplanung. Gemeint ist immer die vorausschauende Qualitäts-planung: Man plant das APQP-Verfahren, und mit dem APQP-Verfahren plant man das Produkt bis zur Serienreife.
Ziel und Zweck
APQP hat das Ziel, durch konsequentes Projektmanagement die Produktqualität zu steigern und damit den Kundenanforderungen zu entsprechen. Der Lieferant wird in die Qualitätsplanung des Herstellers eng eingebunden. So kann die gesamte Lieferkette gesichert werden. Die Richtlinien für dieses Verfahren sind im Referenzhandbuch „Advanced Product Quality Planning (APQP) and Control Plan“ festgelegt, dass auch nach dem Rückzug der QS-9000 seine Gültigkeit besitzt. Der VDA-Band 4.3 stellt das
deutschsprachige Gegenstück dar, allerdings gibt es Unterschiede im strukturellen Aufbau sowie in der Risikobetrachtung, im Projektplan, bei den Verantwortlichkeiten und beim „Lessons Learned“.
Vorgehensweise
APQP ist ein ganzheitliches Verfahren zum gezielten, qualitätsbezogenen Projektmanagement, welches in der Produkt-und Prozessentwicklung Werkzeuge wie FMEA, MSA, PPAP und SPC zusammenhängend bereitstellt. Nach dem APQP-Referenzhandbuch wird das Projekt in fünf Hauptphasen aufgeteilt:
- Planung,
- Produktdesign und -Entwicklung,
- Prozessdesign und -Entwicklung,
- Produkt- und Prozessvalidierung sowie
- Rückmeldung, Beurteilung und Korrekturmaßnahmen.
Für diese einzelnen Phasen werden verschiedene Tätigkeiten geplant, in einen zeitlichen Zusammenhang gebracht und umgesetzt. Wichtige Kernpunkte sind Lastenheft, Pflichtenheft, Teilespezifikation, FMEA, Control-Plan, Prozessflussdiagramm, Verpackung, statistische Methoden zur Prozess- und Prüf-mittelfähigkeit, Erstbemusterung und Feedback Assessment and Corrective Action. Das gesamte Reifegradverfahren wird durch den APQP-Status-Report begleitet und muss ausreichend dokumentiert werden.
- Einführung von Projektmanagement nach APQP in Ihren Produktentstehungsprozess (PEP).
- Entwicklung, Durchführung und Moderation von D-FMEA, P-FMEA und S-FMEA.
- Durchführung und Abnahme von Prozessaudits nach VDA 6.3 (weltweit).
- Durchführung von Run & Rate (Serienfähigkeitsnachweise).
- Durchführung von APQP-Schulungen und Workshops.
- Ressourcenbereitstellung von zertifizierten Qualitätsmanagern und Prozess-Auditoren VDA 6.3.
Ihr Kontakt zum Thema "APQP": Dr.-Ing. Andreas Nöcker .
Mobile: +49 176-63090716 . Email: andreas.noecker@qpmtec.de



